Bodenrecht und Bodenunrecht: Vom Boden als Gemeingut zum privaten Grundeigentum – und ermutigenden Kräften heute
Zusammenfassung
Die jüngere Geschichte der Menschheit ist geprägt von oft gewaltsamen Auseinandersetzungen um Land und Boden – mit dem Ergebnis einer weltweit extrem ungleichen, zutiefst ungerechten Verteilung. Den Ausschlag gaben die in der Neuzeit einsetzende Abkehr vom Boden als Gemeingut und die vor rund 200 Jahren weitgehend vollzogene Etablierung des privaten Grundeigentums. Vor allem in der zweiten Hälfte des 19. und zu Beginn
des 20. Jahrhunderts meldeten sich Bodenreformbewegungen in zahlreichen Staaten zu Wort. Doch sie kamen kaum dagegen an. Boden wurde zu einer Ware wie andere Waren, und die Bodenrente fließt heute nahezu ungeschmälert zum Grundeigentümer. Wie die Beispiele Deutschlands und der Schweiz zeigen, darf und muss man heute
mit Fug und Recht von einem Neo-Feudalismus sprechen. Und doch gibt es – sowohl in diesen als auch anderen Ländern – vielversprechende neue wie alte Praktiken und Bewegungen, für die der Boden als Gemeingut gilt.
Themenbereiche und geografischer Fokus
Publikationsdetails
- Autoren
- Kriese Ulrich
- Sprache
- DE
- Jahr
- 2025
- Medium / Institution
- Sozialimpulse
- Publikationstyp
- Wissenschaftlicher Zeitschriftenartikel